Dr. med. Tanja Sigl-Erkel

Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Physikalische Medizin und Rehabilitation

 

Definition:

 

Die Physikalische und Rehabilitative Medizin umfasst nach der Definition aus der Deutschen Weiterbildungsordnung für Fachärzte „die sekundäre Prävention, die Erkennung, die fachbezogene Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation bei Krankheiten, Schädigungen und deren Folgen mit den Methoden der physikalischen Therapie, der manuellen Therapie, der Naturheilverfahren und der Balneo- und Klimatotherapie sowie der Gestaltung des Rehabilitationsplanes.“

Die Definition zeigt, dass neben dem therapeutischen Bereich in der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin eine eigenständige ärztliche Diagnostik notwendig ist, die sich vor allem auf die bei den Patienten bestehenden Funktionsstörungen bezieht und für die Erstellung des Therapieplanes unabdingbar ist.

Die physikalische Medizin ist nach WEIMANN (1978) eine therapeutisch orientierte Fachrichtung, welche verschiedene sowohl natürlich vorkommende als auch technisch erzeugte Energieformen (z.B. mechanische Energie wie Massage und Bewegung, Wärme, Schallwellen und elektrische Stromformen) nutzt.

Die gemeinsame Zielsetzung – und hierin besteht ein grundsätzlicher Unterschied vieler ihrer Verfahren zur Pharmakotherapie oder zu operativen Maßnahmen – ist der Appell an innere Ordnungskräfte und Selbstheilungsbestrebungen. Soweit wie möglich sollen natürliche Heilungsvorgänge genutzt, unterstützt und optimiert werden.

Sie beinhaltet Krankengymnastik, Massage, Ergotherapie und als ergänzende Maßnahmen die Elektro-, Thermo-, Balneo- und Hydrotherapie.

Die physikalische Therapie ist eine konservative Behandlung, die ihren Einsatz in folgenden Bereichen findet:

- Prävention und Prophylaxe

- Akute sowie chronische Erkrankungsphase

- Prä- und postoperativ

- Rehabilitation